Mit Tetric plus, dem Simplified Universal Composite, gibt es einen neuen Standard im Bereich der Universalcomposites. Dank moderner Materialtechnologien decken Sie mit Tetric plus in nur vier Farben zuverlässig alle 16 VITA classical shades sowie Bleach ab – und das bei einer Aushärtungstiefe von bis zu 4 mm.
Was Tetric plus besonders macht? Es überzeugt nicht nur im Seitenzahnbereich mit zuverlässiger Funktionalität und Ästhetik, sondern lässt sich auch im Frontzahnbereich sehen. Besonders bei kleineren Klasse-III-Kavitäten, Diastema-Schlüssen oder Direct Veneering sorgt Tetric plus für harmonische, natürliche Ergebnisse. Erfahrene Anwenderinnen und Anwender erzielen damit sogar bei Klasse-IV-Restaurationen beeindruckende Resultate.
Ob Sie bereits ein Tetric plus-Profi sind oder gerade erst in die Anwendung einsteigen – in diesem Blogpost finden Sie wertvolle Tipps unserer Expertinnen und Experten, mit denen Sie das volle Potenzial von Tetric plus noch gezielter nutzen können.
Tipp #1: Die richtige Farbwahl treffen
Mit ein wenig Erfahrung sollte die Farbauswahl mit Tetric plus intuitiv möglich sein. Wenn das Material noch neu für Sie ist oder Sie auf Nummer sicher gehen möchten, haben sie zwei Möglichkeiten für die richtige Farbwahl. Entweder Sie benutzen den Tetric plus-Farbschlüssel oder Sie wenden die Composite Button Technique an. Bei dieser Technik entscheiden Sie auf Basis einer kleinen Menge Composite, die Sie auf den Zahn auftragen und aushärten.
Wichtig bei der Farbauswahl ist, dass Sie stets das ausgehärtete Composite beurteilen und nie das ungehärtete. Letzteres weist aufgrund der enthaltenen Photoinitiatoren eine gelbliche Färbung auf und verändert beim Aushärten sowohl Farbton als auch Transluzenz. Treffen Sie die Entscheidung idealerweise bei Tageslicht, auf leicht feuchten Zähnen und zügig, da das Auge schnell ermüdet und die Farbwahrnehmung beeinträchtigt werden kann.
Empfehlung aus der Praxis:
Tragen Sie eine kleine Menge Composite auf die vestibuläre Fläche auf, härten Sie es aus und beurteilen Sie dann die Farbpassung. So treffen Sie die richtige Entscheidung!
Tipp #2: Modellieren leicht gemacht
Dem Grossteil der bisherigen Testerinnen und Tester gefällt sowohl das Handling von Tetric plus Fill als auch das von Tetric plus Flow. Vor allem bei der Anwendung an Patientinnen und Patienten haben wir einen Tipp für Sie, wie das Ausarbeiten der Zahnmorphologie einfacher wird.
Da das Material vor der Lichthärtung relativ transluzent ist, kann es manchmal schwierig sein, die Konturen der Restauration klar zu erkennen. Deshalb ist es besonders hilfreich, den Mundspiegel gezielt einzusetzen und so verschiedene Betrachtungswinkel auf die modellierte Füllung zu haben. Denn durch leichtes Drehen des Spiegels wird das Licht aus einer anderen Richtung reflektiert – so werden Übergänge, Ränder und Details der Modellation deutlich besser sichtbar.
Empfehlung aus der Praxis:
Setzen Sie beim Modellieren von Tetric plus gezielt den Mundspiegel ein – dann wird Ihre Modellation besser sichtbar.
Tipp #3: Unterschiedliche Farben intelligent einsetzen
Auch wenn Tetric plus ein Universalcomposite und in nur vier Farben erhältlich ist, lassen sich damit erstaunlich natürliche Effekte gestalten. Die Transluzenz der Farben ist zwar annähernd gleich, jedoch bietet die unterschiedliche Farbgebung ganz neue Möglichkeiten – beispielsweise, wenn Sie einen Farbverlauf im Frontzahnbereich gestalten möchten. Entscheidend ist die intelligente Kombination der Farbtöne.
Spezialtipp von Martin von Sontagh, Zahnarzt in Österreich und internationaler Referent:
Bei einer Klasse-IV-Kavität lässt sich durch die Kombination zweier Farben eine besonders lebendige Füllung restaurieren. Arbeiten Sie beispielsweise mit einer Silikonschiene als Index, können Sie zunächst eine dünne, palatinale Schicht aus Tetric plus Bleach plus einbringen. Nach der Polymerisation dient diese als stabile Trägerstruktur. Darauf können Sie nun mit Tetric plus A2 plus oder A3 plus einen Farbakzent anstelle eines Dentinanteils schichten. Diese Schicht können Sie – wie bei Dentinmassen üblich – inzisal auslaufend gestalten, um die natürliche Transluzenz der Inzisalkante nachzuahmen. Zum Abschluss folgt eine finale, dünne Deckschicht mit Tetric plus Bleach plus, die der Restauration Helligkeit und Tiefe verleiht. Probieren Sie es aus!
Tipp #4: Grenzen zur Hochästhetik überwinden
Wie viele Ihrer Fälle Sie mit Tetric plus restaurieren werden, hängt von Ihrem individuellen ästhetischen Anspruch ab. Unsere Testerinnen und Tester schätzen jedoch meist, dass sie zwischen 80–95 Prozent aller direkten Restaurationen in Ihrer Praxis mit Tetric plus abdecken können. Klar ist: Dank seiner schmelzähnlichen Transluzenz von ca. 12 Prozent liefert Tetric plus in sehr vielen Fällen ästhetisch ansprechende Ergebnisse. Denn sie ist ein Grund für den ausgeprägten Chamäleoneffekt des Materials.
Gleichzeitig führt diese schmelzähnliche Transluzenz natürlich auch zu Limitation – zum Beispiel, wenn der Boden einer Kavität stark verfärbt ist und dunkles, braunes, graues oder sklerotisches Dentin aufweist. Auch in Sachen Charakterisierungen stösst das Material an seine Grenzen – da es zwar in unterschiedlichen Farben, aber nur in einer einzigen Transluzenz zur Verfügung steht.
Empfehlung aus der Praxis:
Wenn Sie nicht auf hochästhetische Effekte verzichten oder eine starke Verfärbung abdecken möchten, kombinieren Sie Tetric plus einfach mit anderen Composites – zum Beispiel mit der Tetric-Linie oder den IPS Empress Direct-Produkten.
Tipp #5: Farbwirkung entwickelt sich
Vielleicht kennen Sie das: Direkt nach der Füllungslegung wirkt eine neue Restauration nicht ganz so harmonisch, etwas zu transluzent oder sogar leicht grau. Auch bei der Verwendung von Tetric plus kann dieser Eindruck entstehen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Oft liegt es an den Lichtverhältnissen in der Praxis – im Tageslicht zeigt sich das Bild anders. Hinzu kommt, dass der Zahn während der Behandlung dehydriert und dadurch heller erscheint als im normalen Zustand. Ein weiterer Grund ist, dass sich Tetric plus, wie auch andere Compositematerialien, in den ersten Stunden nach der Polymerisation noch verändert – die Materialien werden etwas opaker und passen sich dadurch harmonischer an die natürliche Zahnsubstanz an.
Empfehlung aus der Praxis:
Wenn Sie direkt nach der Behandlung nicht mit dem Ergebnis zufrieden sind, ist das kein Grund zur Panik. Das kann sich noch ändern – spätestens beim nächsten Kontrolltermin der Patientin oder des Patienten können Sie sich erneut vergewissern. Ausserdem nehmen Patientinnen und Patienten diese feinen Nuancen in der Regel gar nicht wahr und sind zufrieden mit einer erfolgreichen, schnellen Restauration mit Tetric plus.